Bevor wir also unsere Füße malträtieren lassen, wollten wir noch schnell eine Wanderung im Kirnitzschtal absolvieren.
Also schnell gefrühstückt und ab Richtung Kirnitzschtal.
Das Hochwasser im Sommer 2010 hat das Tal schwer geschädigt. Ganze Straßenmeter sind dem Wasser zum Opfer gefallen. Die Buschmühle war schlimm betroffen, die Heidemühle (in er ich einst im Ferienlager war) wurde komplett zerstört. Die Straße ist also wegen Aufbauarbeiten nur bis zum Beuthenfall passierbar, auch die Kirnitzschtalbahn fährt nur bis zu dieser Haltestelle.
Mit schwerer Technik rückt man den Schäden zu Leibe.
Neue Unferbefestigungen werden betoniert.
Der Wanderweg begrüßte uns mit eisigen Gebilden.
Von Schnee allerdings (noch) keine Spur.
Wir trafen den Gehörnten
Ich kämpfte gegen ihn einen erbitterten Kampf - und gewann!

Ein Steinfrosch wartet auf wohl auf Erlösung durch einen Kuss.
Mir war's zu kalt :-)
Vereinzelt ein lag ein wenig Schnee zwischen den Bäumen.
Kleine Schlitterbahnen luden zur Rutschpartie ein.
Der Weg ging immer bergauf - und der Schnee wurde immer ein wenig mehr.
Wir fühlten uns wie im Zauberwald.
Wir sahen sogar ein außerirdisches Raumschiff - mitten im Wald!
Ein Außerirdischer streckt tatsächlich schon seine Tentakeln nach uns aus - schnell weg hier!
Tja, an dieser Stelle musste eine Entscheidung getroffen werden.
Nehmen wir den roten Weg (an der Treppe vorbei) oder gehen wir weiter den grünen Weg, welcher die Treppen hoch verläuft. Die Entscheidung traf auf GRÜN.
Man beachte: es liegt hier kaum Schnee auf der Treppe!
Die Kamera wurde erst mal in der Tasche verstaut, denn der Aufstieg war mir mit dem Gebaumel vor dem Bauch dann doch zu anstrengend. Wir stiegen und stiegen, immer weiter ging der Weg hoch, immer weißer wurde er dabei.
Beim Aufstieg dieser Treppe machten wir noch Witze. Diesen Weg würden wir nicht als Abstieg haben wollen. Verschneite und vereiste Treppen (teilweise ohne Geländer) gehen ganz gut im AUFstieg, als ABstieg wäre es doch eine rechte Zitterpartie.
Halbe Höhe - Zeit für ein paar Fotos.
und für den ersten tollen Ausblick ins Tal.
Der Blick nach oben zeigt uns was noch bevor steht, denn zurück wollen wir ja nicht. Dafür hatten wir uns einen leichten Weg ausgesucht.
Weiter gehts also. Die Treppe ist geschafft. Ein schöner Weg durch den verschneiten Wald wartet auf uns.
Allerdings ist er doch ein wenig mit Hindernissen bestückt, die nur in dieser Jahreszeit ihre Tücken zeigt.
Vereiste Wege - genau am Abgrund - huahhhhhhhh!!!
Leo ging erst mal vor, um die Lage zu peilen.
Erster Befehl: Kamera in die Tasche
Zweiter Befehl: Nicht nach links schauen!
Nunja, ich versuchte (und schaffte) es im Entengang. Zum Glück gab es keine Zuschauer!
Ein paar Meter weiter öffnete sich uns dieser Blick:
Der Frienstein
Eine kurze Verschaufpause an der Quelle.
Und wieder die Frage:
Wo lang?
Den Reitstieg kennen wir schon.
Also doch weiter der grüne Weg.
Wir wollten uns den Frienberg anschauen.
Noch ein paar Stüfchen
Geschafft!
Der Frienstein
Idagrotte? Klingt ja interessant! Das müssen wir uns anschauen!
(Wir Ahnungslosen!!!)
Ein herrlicher Aussichtspunkt, tief verschneit und menschenleer!
Nur dieses Steingesicht leistete uns Gesellschaft.
Der Weg zur Grotte verläuft um den Felsen.
Nur Fußspuren im Schnee lassen den Weg erahnen.
Ah, da ist ja unsere Treppe von eben. Ganz schöne Hühnerleiter - so von oben betrachtet!
Auch hier ein hübsch vereister Weg, aber diesen konnte man umgehen und der Abgrund war auch nicht gleich nebenan.
Noch um diese Ecke - dann muss doch endlich die Grotte zu sehen sein!
Hm, ne wieder nur Schnee, Bäume und Fußspuren im Schnee. Also weiter.
Vorbei an der Felsnadel.
Nahe am Abgrund
Ist das die Grotte?
Und das hier vielleicht?
Neee, das ist nur ein Abgrund ins Nichts.
Eiszapfen - auch nicht die Grotte
Weiter gehts am Felsen lang.
Nichts für schwache Nerven!
Den Fußspuren im Schnee zu urteilen, geht der Weg zur Grotte hier um den Felsen.
Also da war der Spaß für uns dann doch vorbei!
Ein paar (etwas verkrampfte) Beweisfotos - und dann nichts wie weg hier.
Rückzug!!!
Weiter den offiziellen grünen Weg.
Ach siehe da, der Blick zur Stelle des Rückzugs.
Nee, das muss man nicht riskieren.
Hier mal ein Sommer-Vergleichsfoto von Ronald Schneider (fotocommunity)
Der kleine rote Punkt ist ein Wanderer an genau dieser Stelle.
Zum Glück sahen wir von oben nicht, wie tief der Abgrund dort ist.
Hätte ich sonst so entspannt auf der Kante sitzen können?
Der Weg ging weiter auf dem grünen Pfad.
Dies hier sieht zwar hübsch aus, weist aber wieder auf vereiste Wege hin.
Darauf konnten wir eher verzichten!
Die Eiswand.
Hier war dann endgültig Schluss mit lustig.
Die Wanderfußspuren um Schnee verrieten zwar, dass vor uns ein paar Wahnsinnige dort entlang gehangelt sind.
Aber für uns war hier definitiv Schluss!
Leo prüfte noch mal aus nächster Nähe
und wir gaben uns geschlagen.
Die Natur hatte gewonnen.
Also Rückzug!
Dies bedeutete:
1. Noch einmal über diese Entengangeispiste am Abgrund
2. Noch einmal die unendlich lange verschneit/vereiste Treppe entlang
(und zwar hinunter, was wir ja definitiv nicht vor hatten)
Kamera ab in die Tasch.
Und los ging es.
Treppab
Rutschpartie
Für dieses Bild musste ich die Kamera doch noch einmal zücken.
Das Minitännchen im Eismantel.
Merke:
Je mehr hoch
um so mehr weiß
mitunter Eis
Es war eine tolle Wanderung.
Fünf Stunden waren wir unterwegs.
Tolle Ausblicke haben wir genießen können.
Die Kälte hat uns in die Finger gezwackt.
Und das Eis hat uns Respekt abgerungen.
Wir kommen lieber im Sommer wieder